Dominieren unsere Hunde?

Können Sie die folgenden Fragen mit „JA“ beantworten?

Der „Dominanztest“ – mit freundlicher Genehmigung von Anders Hallgren

  1. Kommt Ihr Hund oft zu Ihnen, um sich Streicheleinheiten abzuholen?
  2. Wedelt Ihr Hund vor Freude mit dem Schwanz, wenn Sie ihn lobend ansprechen?
  3. Freut sich Ihr Hund, wenn Sie nach Hause kommen, wedelt mit dem Schwanz und jault vielleicht sogar vor Freude?
  4. Legt Ihr Hund die Ohren zurück, wenn Sie kuscheln?
  5.  Küsst Ihr Hund Sie oft – oder versucht, dieses zu tun?
  6.  Guckt Ihr Hund nach einer Weile weg, wenn Sie ihm in die Augen sehen?
  7. Zieht Ihr Hund die Mundwinkel zurück, wenn er sie begrüßt?
  8. Berüht Ihr Hund sie oft, als möchte er gestreichelt werden?
  9. Dreht Ihr Hund Ihnen bei der Begrüßung nach einem Moment das Hinterteil zu?
  10. Schaut Ihr Hund bedrückt und gedrückt, wenn Sie sich ärgerlich anhören?

Übersetzung aus dem Englischen: Carolin Reger

Vor einigen Monaten sagte jemand zu mir: „Mein Hund ist so dominant!“ – Ich atmete ein und sah in das Gesicht des mir gegenüber stehenden Menschen, der seinen jungen Hund zwischen beiden Beinen fast eingeklemmt hatte …

Liebe Hundefreunde, viel Leid wird Hunden angetan, weil sie angeblich dominant sind. Dabei lieben Hunde nichts mehr als eine geduldige, zuverlässige Führung durch ihren Menschen. Einen liebevollen, kooperativen Führungsstil!

Wenn Sie nett zu Ihrem Hund sind und für angenehme, geregelte Tagesabläufe sorgen, übernehmen Sie fast automatisch die natürliche Führerschaft: Sie bestimmen, wann Spaziergänge starten, Sie bestimmen den Weg, wann die „Jagd“ beginnt und endet; Sie wählen das Futter aus, finden gute Liegeplätze und haben irgendwie immer den Überblick. Mit ruhiger Stimme und klarer Körpersprache können Sie Ihren Hund mühelos durch das Leben dirigieren; Schreien, Brüllen, Leinerucken – das braucht Ihr Hund nicht. Vertrauen bedeutet Verzicht auf Schmerz; Liebe macht Bestrafung unmöglich.

Hunde lernen so gern von uns und lieben unsere Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, unsere Hunde gut und das heißt fair und gewaltfrei auszubilden und nicht zu erwarten, dass sie Dinge verstehen, die wir ihnen nicht beigebracht haben. Gleichzeitig braucht jeder Hund auch ein Maß an Freiraum, denn er ist ein hochintelligentes, soziales Lebewesen. Stimmt die Feinabstimmung zwischen uns und unserem Hund, werden sich viele Probleme gar nicht erst ergeben.

Und sollte irgendwie doch ein Problem auftreten, dann gilt es nach den Ursachen zu forschen und nicht nur auf Symptome zu reagieren. Mitunter stellen wir dann fest, dass wir es waren, die das störende Verhalten des Hundes verursacht haben …

Es stimmt, diese Hunde dominieren das Sofa 🙂 Aber finden Sie sie dominant??
Für die Menschen gibt ja doch noch Sessel … 😉

 

 

 

© Carolin Reger
AUTOR: Carolin Reger, EINGESTELLT: Bettina Almberger

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