Hunde-Nettikette

Nicht jeder Hund liebt es Sozialkontakte zu anderen Hunden zu pflegen. Auch nicht jeder Hundebesitzer hat die Sicherheit, ein zusammentreffen mit anderen Hunden zu erlauben. Manche Hunde sind alt, krank oder gerade im Training. Darauf sollten wir alle Rücksicht nehmen. Deshalb gibt es hier einige Ratschläge, die ein Zusammenleben unter uns Menschen-mit-Hund vereinfachen sollte. Auch für die Nicht-Hunde-Menschen ist es hilfreich, wenn wir uns um einen netten, freundlichen Umgang bemühen.

  • Rufe deinen Hund vor uneinsichtigen Wegkreuzungen oder Biegungen immer zu dir – es könnten Kinder, Bewegungs- und Lufthungrige oder andere Hundehalter entgegenkommen.
  • Prinzipiell werden Hunde bei Begegnungen mit Kindern kontrolliert daran vorbeigeführt, also ein verlässliches bei mir oder Fuß manchmal auch Leine wenn der Hund Kinder allzu aufregend findet. Denke daran Kinder sind unberechenbar und lasse deinem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen.
  • Lasse deinen frei laufenden Hund niemals, wirklich niemals zu anderen angeleinten, dir und/oder ihn unbekannten Hunden hinlaufen. Du weißt nicht warum der andere an der Leine ist. Es kann krankheits-bedingt sein, oder der Hund ist nicht abrufbar oder er ist sozial unverträglich. Um andere Hundehalter vor Schwierigkeiten und Bedrängnis zu bewahren, ist hier eine respektvolle vorsichtige Annäherung mit gegenseitigem Einverständnis geboten.
  • Kommt dir in der gleichen Situation ein freilaufender Hund entgegen, lass dich nicht auf Konfrontation ein, wechsle die Richtung oder drehe um.
  • Nimm deinen Hund bei entgegenkommenden Mitmenschen zu dir und erlaube ihm erst, wenn es erwünscht ist eine Kontaktaufnahme mit Fremden egal ob mit oder ohne Hund.
  • Lasse deinen Hund keine Menschen anspringen oder anstupsen, die ihn nicht dazu aufgefordert haben, schmutzige Mäntel oder Jacken tragen nicht zu besserem Miteinander bei.
  • Lass deinen Hund nicht in bepflanzte Grünflächen sein Geschäft verrichten, sollte es einmal passieren, nimm es auf und beseitige es. Lass ihn nicht an Hausmauern oder Holzzäune pinkeln, Einfahrten und Gehsteige sind ebenfalls tabu. Eigentlich selbstverständlich, aber doch oft vergessen!
  • Begegnest du einem Welpen, vergiss nicht es gibt keinen Welpenschutz! Auch dein Hund kann einen schlechten Tag haben und dem Kleinen eine verpassen. Also ebenfalls Hund an Leine und den Welpen selbst bestimmen lassen ob und wie er sich annähern möchte.
  •  Bekanntlich jagende Hunde (solche die auch wirklich eine Gefahr darstellen, also nicht der 14 jährige Schäferhund) sollten zumindest in der Jungtierzeit unbedingt angeleint (Tip: Schleppleine) im Wald und Flur unterwegs sein. Allein aus Schutz für deinen Hund, aber auch um dir und ihm unangenehme Streitereien zu ersparen.
  •  Bist du mit mehren Hunden unterwegs (nicht dein eigenes Rudel) sind Beutespiele tabu. Nicht nur einmal ist ein geworfenes Stöckchen der Anlass für eine Rauferei gewesen.
  • Halte dich an die jeweils geltenden Hundeverordnungen bzw. weise deinen Hund entsprechend aus, wenn du dagegen verstößt. …

Niemand von uns ist vollkommen und es kann jedem von uns passieren, dass einer dieser Punkte nicht eingehalten wird, dann entschuldige dich bitte und schlucke dein „er tut eh nix“ runter.

Wir alle können nur durch Respekt und gut erzogene Hunde gemeinsam zeigen, dass es auch anders geht. Natürlich könnt ihr diese Punkte noch beliebig erweitern und ich würde mich freuen, wenn ihr sie auch weitergeben würdet.

Einen großen Dank an alle die sich auch schon bisher so vorbildlich verhalten haben, macht weiter so!

Danke an Susi Haitzer, die so freundlich war, ihre Nettikette zusammenzufassen und uns zu überlassen.

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