Ein ganz normaler Hund – Das ist Focke

Der Focke geht total gerne spazieren. Auf seinen Spaziergängen trifft er auch viele andere Hunde. Wenn ihm einer der Hunde nicht gefällt, dann sagt er das. Dann bellt er ganz laut und ganz böse und zieht auch an der Leine. Meistens mag er die anderen Hunde aber.

Oft hört er wie die Menschen und die Hundelehrer dann sagen: Das ist aber ein böser Hund. Das darf man nicht. Da muss er aber in eine Schule und viel trainieren!

Der Focke rennt gerne über die Felder.

Wenn da frühmorgens die Kaninchen sitzen, findet der Focke das ziemlich doof. Dann rennt er dahin und schreit die Kaninchen ganz laut an. Bis sie in den Büschen verschwunden sind. Dann ist der Focke zufrieden.  Im Sommer ist das ganz schön anstrengend. Aber im Sommer kann der Focke nicht zum Abkühlen in den Tümpel, weil da Kaulquappen wohnen. Und vor den Kaulquappen hat der Focke ganz schön Angst.

Und Angst vor Kaulquappen? Da muss er schon erst recht in die Schule und ganz viel trainieren! Oft hört er die Menschen und die Hundelehrer dann sagen: Das ist aber ein schlecht trainierter Hund. Man darf keine Kaninchen verjagen. Da muss er aber in die Schule und viel trainieren!

Der Focke hat auch drei Frauen.

Shina

Silvia

Lena

Manchmal passt er ganz schön auf seine Frauen auf. Besonders wenn er in seinem eigenen Hof ist. Dann passt er auf den Hof auch noch auf. Manchmal erschrecken sich die Leute, wenn er so laut am Hoftor bellt und knurrt.

Und dann hört er wieder die Menschen und die Hundelehrer sagen: Das ist aber ein böser Hund. Man darf nicht auf seinen Hof und seine Familie aufpassen. Da muss er aber in die Schule und viel trainieren!

Dabei hat der Focke schon ganz viel gelernt.

Der Focke kann sich hinlegen.  Der Focke kommt auch, wenn man ihn ruft und er kann sich hinsetzen.

Focke liegt

Focke rennt

Focke sitzt

Aber viel mehr „Kommandos“ kennt der Focke nicht.Und einmal mehr hört er die Menschen und die Hundelehrer sagen: Das ist aber zu wenig. Da muss er aber viel mehr können. Da muss er aber in die Schule und ganz viel trainieren!

Aber der Focke kann ganz toll suchen.

Schlüssel, Menschen und manchmal auch nur Stofftiere.

Focke findet Schlüssel

Focke sucht Menschen

Focke findet Stofftiere

Aber manchmal hat er keine Lust dazu. Das ist dann auch nicht schlimm. Und meistens hat er auch einen Grund dafür, warum er keine Lust hat. Der Focke hat nämlich gelernt das auch ein Hund mal NEIN sagen darf. Weil er eine Situation nicht richtig versteht, oder weil es ihm zu gefährlich ist. Manchmal will er lieber weggehen und etwas anderes machen. Wenn z.B. Leute kommen  die er doof findet. Und dann muss er auch nicht da bleiben, sondern er darf gehen.

Manchmal will er auch nicht da suchen, wo Silvia möchte. Dann darf er auch woanders suchen. Und dann ist er ganz stolz, wenn er Recht gehabt hat. Wenn er ab und zu mal kein Recht hatte ist das aber auch nicht schlimm.

Und dann hört er die Menschen und die Hundelehrer wieder sagen: Das ist aber ein schlecht trainierter Hund. Der muss aber machen was man ihm sagt. Da muss er aber in die Schule und viel trainieren!

Der Focke arbeitet auch mit anderen Hunden. Die haben oft Angst und sind deshalb nicht nett zu ihm. Dann gibt der Focke sich ganz viel Mühe den anderen Hunden zu zeigen wie Hund miteinander redet. Und das Hund keine Angst vor ihm haben muss. Das macht er ganz toll. Und das kann er so toll machen, weil er gelernt hat selbstständig zu sein. Der Focke hat nämlich gelernt das seine Silvia sich auf ihn verlässt und er sich auf sie verlassen kann. Und das er dabei immer selbst entscheiden kann was er tun möchte und was nicht. Natürlich darf er zu den anderen Hunden nicht böse sein, aber das will er auch gar nicht. Der Focke und die Silvia verstehen sich  richtig gut und sind ein richtig gutes Team. Der Focke liebt die Silvia und die Silvia liebt den Focke. Und beide vertrauen sich sehr.

Und dann hören sie die Menschen und die Hundelehrer sagen: Mensch ist das ein toller Hund. Wo wart ihr in der Schule und was habt ihr alles trainiert?

Focke mit Silvia

Und dann sagt die Silvia: Der gegenseitige Respekt voreinander, das Vertrauen auf beiden Seiten, das Zulassen von eigenen Entscheidungen, Intuition, das Wissen um die Bedürfnisse und das arteigene Verhalten und Ausdrucksverhalten unserer vierbeinigen Freunde und Kollegen – kurz das Leben! Das Leben ist unsere Schule. Und diese Schule lehrt mit ganz einfachen Mitteln…

Autor und copyright: Silvia Weber

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