Ein Plädoyer für das Brustgeschirr

 

Liebe Jogger,

es ist ja erfreulich und durchaus der Gesundheit zuträglich wenn ihr täglich eure Runden dreht. Wenn ich jedoch beobachte wie die Hunde am Halsband und Leine durchgeschüttelt werden, dann wird mir ganz schwer ums Herz. Stellt euch mal vor, ihr habt ein Halsband um euren Hals und eine Leine dran, und in ca. 1 m Entfernung wackelt jemand auf und ab, die Arme bewegen sich im Rhythmus vor und zurück und der Körper bewegt sich dabei auch noch vorwärts.

Probieren Sie es selber aus: binden Sie die Leine in einer Schlaufe um Ihr Handgelenk und bitten Sie Ihren Partner/FreundIn/etc. mit Ihnen an der Leine zu joggen. Sie werden nun selbst erleben wie es sich anfühlt. Ich hab’s auch schon ausprobiert. Sie fühlen jede Bewegung der Leine. Jedes Schlenkern, rucken oder ähnliches. Das ist sehr unangenehm. Vor allem am Hals.

Jetzt gehen Sie noch einen Schritt weiter und tun so als ob Sie etwas sehr interessantes sehen oder riechen würden, und bleiben unvermittelt stehen und Ihr joggender Partner läuft einfach weiter. Nun tut es richtig weh. An Ihrem Handgelenk. Und wie sieht es am Hals Ihres Hunde aus – nicht auszudenken.

Drehen wir den Spieß um: Ihr joggender Partner ändert die Richtung und zerrt Sie unter Umständen einfach mit. Hier können Sie noch mit dem Arm reagieren und nachgeben, aber ein Hund am Halsband hat keine Möglichkeit. Er wird einfach mitgezogen.

Bedenken Sie, die Leine ist wie eine Nabelschnur mit der Sie mit dem Hund verbunden sind. Der Hund reagiert auf feinste Bewegungen an der Leine. Diese Verbindung ist sensibel, zeugt jedoch auch von großem gegenseitigem Vertrauen. Sie sind an seiner Seite und das gibt in vielen Situationen Sicherheit. Dieses Vertrauen sollten wir hegen und pflegen.

Mein Vorschlag: geben Sie dem Hund immer ein Brustgeschirr drauf. Egal ob Sie joggen oder „nur“ spazieren gehen. Hier wird jede Bewegung die über die Leine kommt, auf einem größeren Raum abgefedert und ist nicht so unangenehm. Außerdem schließen Sie eine Verletzungsgefahr der Halswirbeln und des Kehlkopfes damit aus.

Ihr Hund wird es Ihnen danken und gerne an Ihrer Seite durch die Wälder und Wiesen streifen.

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