Gib Deinem Tier die Chance sich selbst zu heilen – Selbstmedikation bei unseren Haustieren

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Die Angebote der Natur sind mannigfaltig.

Bestimmt ist jedem Hundehalter schon einmal aufgefallen, dass sein Hund zu bestimmten Zeiten Gras oder auch Erde zu sich nimmt oder an bestimmten Pflanzen länger schnüffelt als gewöhnlich. Dies geschieht nicht etwa rein zufällig, sondern auf Grund eines tiefen inneren Wissens der Tiere Gesundheit und Wohlbefinden aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen.

Tiere besitzen diese Fähigkeiten seit Urzeiten. Vielleicht haben einige von Ihnen schon einmal davon gehört wie wildlebende Tiere sich selbst gesund erhalten oder sich heilen. So ist zum Beispiel von den Aras in freier Wildbahn bekannt, dass sie Tonerde zu sich nehmen, um die Gifte in den von ihnen aufgenommenen Pflanzen zu binden. Stare flechten bestimmte aromatische Grünpflanzen wie die Schafgarbe in ihre Nester ein, so dass die Jungtiere vor zu starkem Milbenbefall geschützt sind. In Afrika lebende Schimpansen pflücken zu bestimmten Zeiten und bei Unwohlsein Blätter des Aspilia-Baumes um sie zu falten und zu schlucken. Faszinierend daran ist, dass die traditionelle afrikanische Medizin die Blätter dieses Baumes bei Magenbeschwerden und Husten einsetzt.

Der Hund agiert frei.

Der Hund agiert frei.

Wie aber verhält es sich mit unseren Haustieren? Diesem Thema widmet sich in England seit 25 Jahren Caroline Ingraham. Sie fand heraus, dass Hunde, Pferde und Katzen in menschlicher Obhut noch immer dieses Wissen der Selbstmedikation anwenden, sofern man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Auf diese Weise konnte sie vielen Tieren dabei helfen ihre Gesundheit wieder zu erlangen. Leider ist unsere Umwelt für diese absolut natürliche und auch faszinierende Art der Gesunderhaltung und- werdung nicht mehr ausgelegt. Die Gärten sind kurz gemäht, viele Kräuter findet man nicht mehr auf seinem täglichem Spaziergang und viele Hunde haben nicht die Möglichkeit ihre Umgebung frei zu erkunden. Daher ist es ein wunderbarer Weg unseren Haustieren den Zugang zu diesen Heilmitteln wieder zu ermöglichen, indem wir ihre Umwelt damit anreichern.

Der Hund wählt selbst aus.

Der Hund wählt selbst aus.

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit bei meinem eigenen Hund Cally mein in England erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen und war fasziniert von dem Ergebnis. Daher möchte ich hier von seiner Selbstheilung berichten. Cally ist ein Terriermix und wird bald 16 Jahre alt. Vor einiger Zeit konnte Cally sich nicht mehr bewegen. Er konnte nur liegen oder stehen, wollte nichts essen und noch nicht einmal bellen, was wirklich sehr ungewöhnlich für ihn ist. Daher war ich in großer Sorge. In der Selbstheilungssitzung bat ich ihm zuerst alle Schmerzöle an. Er trank zunächst 20 ml Arnikaölmazerat und 80 ml Johanniskrautöl. Im Anschluss roch er sehr lange und intensiv an ätherischem Wintergrün (dieses enthält sehr viel Methylsalicylate und ist daher schmerzlindernd und entzündungshemmend) und schleckte die Geruchsmoleküle aus der Luft. Eine halbe Stunde danach konnte er wieder selbständig aufstehen und staksig laufen. Am nächsten Morgen wollte er nur noch an dem Wintergrün riechen und konnte beschwerdefrei laufen. Was für ein tolle Erfahrung für mich und meinen Hund! Ich bin immer wieder tief beeindruckt, welch tiefes Wissen in unseren Tieren vorhanden ist und welche Schätze die Natur für unsere Gesundheit bereit hält.

Cally

Cally

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